Skulptur . Relief . Schrift . Grabgestaltung
 
arbeiten in stein. 
Mein Name ist Stefan Puntigam, ich wurde 1972 in Köln geboren und bin verheiratet.


Schule: Abitur 1991.

Sport: Ab 1980 Leistungssport-Training im Turnen. 1989/90 deutscher Jugendmeister im Mehrkampf und im Kunstturnen; 1993 Bundesligaturner für TA Toyota Köln und Mitglied des Nationalkaders, mit Ablauf des Jahres Ende der Sportlerlaufbahn.


Studium: Auf der Suche nach neuen Impulsen für eine Zukunft außerhalb des Sports entscheide ich mich, Köln zu verlassen und beginne 1994 ein Architektur-Studium in der Heimatstadt meines Vaters, im österreichischen Graz. Mein Vater stammt aus einer steirischen Familie und ist selbst Architekt. Nach drei Semestern steht für mich jedoch fest, dass dieses Studium nicht ist, wonach ich suche. Mir fehlt ein direkter Bezug zur Praxis und die konsequente Auseinandersetzung mit einem Material und seinen Möglichkeiten. 1995 verlasse ich Graz und die Universität.


Lehre: Der Weg zur Steinmetzerei eröffnet sich mir auf Anregung durch ein Buch über ein traditionelles Zentrum dieses Handwerks: die Kölner Dombauhütte. Die Spannung zwischen Alt und Neu und die gestalterischen Herausforderungen durch dieses sehr spezielle Material ziehen mich auf Anhieb an. Zurück in Köln werde ich von 1995 bis 1998 Steinbildhauer-Lehrling bei der Firma Mainzer in Leichlingen. Mein Lehrer dort ist Absolvent der Essener Folkwang Hochschule. Die Gesellenprüfung lege ich vor der Handwerkskammer Köln ab.


Berufspraxis: Bis Ende 1998 bleibe ich bei der Firma Mainzer und bin ab 1999 bei der Firma Heuter-Marmor in der Nähe des Melaten Friedhofs in Köln beschäftigt. Mit seinem eindrucksvollen Bestand an Grabmälern verschiedener Epochen wird Melaten zu einer wichtigen Inspirationsquelle für meine Arbeit. Lag vorher mein Hauptinteresse auf der freien Skulptur, wende ich mich im Dialog mit der historischen Friedhofsarchitektur nun auch verstärkt der Restauration zu. Meine ersten Ideen für eine Grabgestaltung entstehen, die sich ganz nach den Bedürfnissen der Trauernden richtet und für eine lebendige, heutige Friedhofskultur steht.


Meisterschule: 2003 verlasse ich die Firma Heuter-Marmor, um in Aschaffenburg die Städtische Meisterschule zu besuchen. Meine Vorstellung von einem Profil als selbständiger Steinmetz reift weiter während des folgenden einjährigen Meister- Vorbereitungs-Kurses. Am 22.9.2004 erhalte ich den Meisterbrief zum Steinmetz- und Steinbildhauermeister.


Selbständigkeit: Zurück in Köln, beginne ich direkt im Anschluss damit, mir hier die angemessenen Arbeitsbedingungen für die Selbständigkeit zu schaffen. Seit dem 1.3.2005 arbeite ich als selbständiger Steinmetz- und Seinbildhauermeister.


Reisen: Ein unverzichtbarer Bezugspunkt für meine Arbeit sind ausgedehnte Reisen. Architektonisch, atmosphärisch, menschlich hat der Austausch mit fremden Städten und Ländern für mich immer schon eine große Rolle gespielt. Und natürlich habe ich mich auch mit internationalen Friedhofstraditionen und Erinnerungskulturen auseinander gesetzt. Weil diese Erfahrungen wesentlich in mein heutiges Konzept einfließen, hier einige der von mir bereisten Orte: Kanada, Chile, Bolivien, Peru, USA (7 Wochen im Zug von der West an die Ostküste), Spanien, England, Schottland, Irland, Frankreich, Italien, Österreich, Ungarn, Tschechien, Polen, Benelux, Griechenland, Türkei, China und Portugal.